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Renaissance - Beginn einer neuen Zeit
Eine Sternstunde der Menschheit: Florenz zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Botticelli, Masaccio und Lippi begründen einen neuen Kunststil, der sich gewollt von der herrschenden mittelalterlichen Gotik abhebt.
Damit beginnt in der Kunst die Neuzeit. Danach kommt im letzten Drittel dieses Jahrhunderts die große Zeit des Leo- nardo da Vinci. Dieser Uomo Universale revolutioniert die Malerei seiner Zeit und wird Vorbild für die Großen der Hochrenaissance. Er ist genialer Maler, Zeichner, Bildhauer und Erfinder, wenngleich die meisten seiner Projekte unausgeführt bleiben.
Dann, etwa um 1500, bricht die große Zeit der Hochrenaissance an, mit Michelangelos Sixtinischer Kapelle und den nicht minder großartigen Stanzen Raffaels im Vatikanischen Palast.
Albrecht Dürer ist der wichtigste Exponent dieser Renaissance-Malerei im Norden; jedoch sind seine Gemälde von einer Tiefe und Eindringlichkeit, wie sie die italienische Kunst in ihrem Streben nach Perfektion nicht hervorzubringen vermag.
Bis heute ist die Renaissance eine der beliebtesten Epochen überhaupt geblieben.
Zeitgenössische Abstrakte Malerei
Obwohl zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits abstrakte Tendenzen in der Malerei unübersehbar sind, gebührt doch Kandinsky mit seinen um 1910 entstandenen abstrakten Kompositionen das Verdienst, diese Stilform in die Kunst ein- geführt zu haben.
Wenn er auch schnell zahlreiche Nachahmer hatte, so fand doch der Durchbruch dieser Darstellungsart erst nach dem Zweiten Weltkrieg richtig statt. Von Paris ausgehend, wurde die Abstrakte Malerei bald beherrschende internationale Kunstrichtung. Heute wird sie von Malern wie Kitchell, Morgan, Jaeger, Hätzel, Owens, Roberts oder Vela vertreten, de- ren Ausdrucksform sich nicht auf Vernunft und Systematik, sondern auf Gefühl und Spontanität gründen.
Auch Eriksen, Harris, Zappini, March, Flemmer und Norte gehen von emotionellen Impulsen aus und fordern Befreiung von der Regel, vom Formalismus und der Herrschaft des Lineals. Das verleiht ihren Arbeiten jenen großen Reiz, dem sich der Betrachter nicht zu entziehen vermag.
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