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Expressionismus (oder der Bürgerschreck)
Diese Kunstrichtung löste um 1905/10 den sog. ”Schock der Moderne” aus. Heftige Reaktionen eines an die glatte Salonmalerei des 19. Jahrhunderts gewöhnten Publikums waren häufig.
Zwei Künstlergruppen bildeten die Protagonisten dieser neuen Kunst: Die „Brücke" in Dresden, mit Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel und Pechstein, bevorzugte eine harte, scharf konturierende Formensprache mit ver- fälschender Farbgebung. 1911 übersiedelte die Gruppe nach Berlin und löste sich 1913 auf.
Die Künstlergemeinschaft des „Blauen Reiters" in München bevorzugt hingegen eine gefälligere Malweise mit ausgeprägtem Kolorit.
Marc, Macke, Jawlensky und Münter wirken hier bis zum 1. Weltkrieg. Anregung erhielt der Expressionismus durch die französischen Fauves, deren wichtigster Vertreter Matisse ist. Diese Kunst will durch Verfälschung, Verzerrung und starke Kontur den Betrachter zu einer neuen, gleichsam aktivierenden Art der Bildbetrachtung anregen und ist damit bis in die heutigen Tage vorbildlich geblieben.
Klassische abstrakte Malerei - Revolution der Kunst
Diese außergewöhnlich bedeutende Kunstrichtung wurde 1910 durch den Russen Kandinsky, der in Bayern lebte, eingeführt und ist bis heute als mächtigste einheitliche Strömung in der Malerei lebendig.
Die Abstrakte Kunst ist in ihrer weitläufigsten Form sowohl vom Dargestellten selbst als auch von der Definition ihrer Zielrichtungen und Inhalte außerordentlich schwierig zu erfassen. Man zählt zu dieser Kunstrichtung alle Gemälde, die den Bereich der gegenständlichen Abbildung des Naturvorbildes verlassen.
Doch wo liegt die Grenze des Erkennens?
Besonders Baumeister beschäftigt sich mit dieser Frage; er nennt seine Bilder Ideogramme oder Eidosbilder. Kandinskys abstrakte Kompositionen verkörpern hingegen Gefühle und Gesamteindrücke.
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